Wusstest du schon?
Island ist das am dünnsten besiedelte Land Europas: Auf einer Fläche fast so groß wie Bayern leben nur etwa 380.000 Menschen. Mehr als die Hälfte davon wohnt in und um Reykjavík! Das erklärt, warum manche Landstriche, besonders im Südwesten, so wild und einsam wirken.
Das Wasser der Blauen Lagune stammt nicht aus einer natürlichen Quelle, sondern ist Nebenprodukt eines Geothermalkraftwerks! Dennoch ist es reich an Mineralien wie Kieselsäure und Schwefel und wirkt nachweislich positiv bei Hautproblemen wie Schuppenflechte. Heute zählt die Blaue Lagune zu den beliebtesten Wellnessorten der Welt.
Reykjavík bedeutet „Rauchbucht“ und wurde so genannt, weil die ersten Siedler den aufsteigenden Dampf der heißen Quellen sahen. Heute lebt über ein Drittel der gesamten isländischen Bevölkerung in dieser Stadt – und dank sauberer Geothermie wird fast jede Wohnung mit natürlicher Erdwärme beheizt!
Die Secret Lagoon entstand bereits 1891 und war einst das erste öffentliche Schwimmbad Islands. Heute wird sie von natürlichen heißen Quellen gespeist, die konstant etwa 38–40 Grad warmes Wasser liefern. Ringsherum blubbern kleine Geysire und erinnern daran, dass unter Island unaufhörlich die Erde lebt.
In Island gibt es nicht nur einen Weihnachtsmann, sondern 13 verschiedene, die sogenannten Jólasveinar. Sie leben laut Legende in den Bergen und kommen ab dem 12. Dezember nacheinander ins Tal, um den Kindern kleine Geschenke (oder Streiche!) zu bringen – jeder mit seiner eigenen Persönlichkeit und seinem eigenen „Stil“. Vom Türzuschläger (Hurðaskellir) bis zum Wurststibitzer (Bjúgnakrækir) ist alles dabei. Die Kinder lieben diese schrulligen Gestalten – und wir auch!
Zwergwale, auch Minke Whales genannt, sind mit 7–10 Metern die kleinsten Vertreter der Bartenwale. Sie gelten als neugierig und nähern sich mitunter sogar Booten – so wie heute. In Islands Gewässern sind sie neben Buckelwalen, Schweinswalen und manchmal sogar Orcas regelmäßig zu beobachten. Die beste Zeit für Whale Watching ist von April bis September.
Der Name Goðafoss geht auf eine alte Überlieferung zurück: Als Island im Jahr 1000 das Christentum als offizielle Religion annahm, soll der Gesetzessprecher Þorgeir Ljósvetningagoði als Zeichen seiner Entscheidung die Statuen der alten nordischen Götter in diesen Wasserfall geworfen haben. Der „Wasserfall der Götter“ wurde so zum Symbol für den Wandel der Zeit.
Dimmuborgir bedeutet übersetzt „dunkle Burgen“ – und tatsächlich wirkt das Lavafeld mit seinen grotesken Felsformationen wie eine alte Festung. Entstanden ist es vor etwa 2.300 Jahren durch einen Vulkanausbruch unter einem See, was die ungewöhnlichen Formen erklärt. Der Ort gilt in der isländischen Folklore als Heimat von Trollen – und eben den 13 Weihnachtsmännern.
Der Hverfjall ist ein sogenannter Tuffring – eine ringförmige Vulkanstruktur, die entsteht, wenn Magma auf Wasser trifft (z. B. Grundwasser oder einen See). Die daraus entstehenden Explosionen schleudern Asche und Gesteinsmaterial in die Luft, das sich anschließend kreisförmig um die Ausbruchsstelle ablagert. Das Ergebnis: ein breiter, flacher Krater aus vulkanischer Asche und Tuffgestein.
Die Stuðlagil-Schlucht war lange Zeit unter Wasser verborgen. Erst seit dem Bau eines Wasserkraftwerks 2009 und der Umleitung des Flusses Jökla wurde sie nach und nach sichtbar – seither gilt sie als eine der spektakulärsten Neuentdeckungen Islands.
Die Eggin í Gleðivík wurden 2009 vom Künstler Sigurður Guðmundsson geschaffen. Jedes Ei steht für eine Vogelart, die in der Bucht rund um Djúpivogur vorkommt – ein stilles Denkmal für die Naturvielfalt Ostislands.
Die einzigartigen Säulen des Svartifoss haben isländische Architekten inspiriert – z. B. für die Fassade der berühmten Hallgrímskirkja in Reykjavík.
Der Name Gljúfrabúi bedeutet „Bewohner der Schlucht“. Der Wasserfall war lange Zeit ein Geheimtipp – heute ist er zwar besser bekannt, wirkt aber immer noch wie ein verstecktes Naturwunder.